Heimautomation

Mein neu­es­tes Pro­jekt anläss­lich mei­nes Umzugs ins eigene Haus sollte eine Steue­rung für Licht, Rol­la­den und Hei­zung sein. Fer­tige Kom­po­nen­ten für die Hei­m­au­to­ma­tion gibt es reich­lich; ein Ziel die­ses Pro­jekts war es, einen kos­ten­güns­ti­gen Ein­stieg zu finden.

Für die Hard­ware kommt ein bil­li­ges fer­ti­ges Board mit Atmel-Mikroprozessor zum Ein­satz, dass als Bau­satz erhält­lich ist. Es ver­fügt aller­dings über keine Schutz­be­schal­tung. Außer­dem kann man Doku­men­ta­tion und Firm­ware nur als dürf­tig bezeich­nen. Dafür ist der Preis sehr güns­tig; die Beschaf­fung der Ein­zel­teile würde u.U. mehr kos­ten. Zudem gibt es aus­führ­li­che Beschrei­bun­gen der Hard­ware und alter­na­tive Open­Source–Firm­ware in den ein­schlä­gi­gen Internet-Foren – für Bas­tel­freunde und «Hacker» also genü­gend Mög­lich­kei­ten zum Experimentieren.

Auf­bau

Der Bau­satz ist auch für Anfän­ger leicht auf­zu­bauen, da keine SMD-Bauteile ver­wen­det wer­den und die Anlei­tung Schritt für Schritt durch den Auf­bau führt. Die Strom­ver­sor­gung kann mit Wech­sel­span­nung direkt aus dem Netz­trafo erfol­gen; die Pla­tine hat bereits ent­spre­chende Span­nungs­reg­ler eingebaut.

AVR Net-IO mit Relais­karte und Webserver

Ver­brau­cher las­sen sich über Relais schal­ten. Dafür ver­wende ich einen Schalt­ver­stär­ker not­wen­dig, den ich noch aus frü­he­ren Ver­su­chen übrig hatte. Kann man hin­ge­gen auf preis­werte Solid-State-Relais zurück­grei­fen, bedeu­tet das eine erheb­li­che Ein­spa­rung von Auf­wand; diese Bau­teile las­sen sich mit den digi­ta­len Aus­gän­gen direkt ansteuern.

Web­ser­ver

Für die Benut­zer­schnitt­stelle beim ers­ten Pro­to­ty­pen habe ich mich für eine ein­fa­che Web­an­wen­dung ent­schie­den, die mit Python und Django schnell zusam­men­ge­strickt war und die für die Bedie­nung auf Smart­phone oder Tablet-PC gestal­tet ist.

Screen­shot der Bedienoberfläche

Die Web­an­wen­dung nimmt somit Kom­man­dos von belie­bi­gen Gerä­ten ent­ge­gen (Aus dem pri­va­ten WLAN, natür­lich; ich habe kei­nen Bock dar­auf, dass jemand aus Tim­buktu mein Gara­gen­tor öffnen kann) und steu­ert NetIO-Platinen über ein Text­pro­to­koll. Damit der Web­ser­ver auch die ganze Zeit lau­fen kann, bemühe ich kei­nen gro­ßen PC, son­dern instal­liere ihn auf einem Alix-Board, das ohne Lüf­ter und statt Fest­platte mit einer Com­pact Flash Card aus­kommt. Diese Mini-PCs sind recht leis­tungs­fä­hig und kön­nen noch andere Auf­ga­ben über­neh­men, wie ich in spä­te­ren Arti­keln noch schil­dern werde.

Damit ist ein ers­ter Durch­stich geschafft. Es gibt noch viele wei­tere Ideen, wie die Ansteue­rung von vor­han­de­nen Funk­emp­fän­gern, um keine zusätz­li­chen Kabel ver­le­gen zu müs­sen und das Upgrade auf eine bes­sere Firm­ware für das NetIO.


Werkstatt

Wer ordent­li­che Ergeb­nisse pro­du­zie­ren und Spaß dabei haben will, braucht ver­nünf­ti­ges Werk­zeug und einen Ort, wo der Bas­tel­trieb ord­nungs­ge­mäß aus­ge­lebt wer­den kann: Eine Werk­statt. Nicht immer ist diese Räum­lich­keit leicht zu fin­den – vor allem wenn man zur Miete in einem Mehr­fa­mi­li­en­haus wohnt. Meine aktu­elle Werk­statt befin­det sich in einem Kel­ler­ab­teil eines Luft­schutz­raums, der hier­zu­lande


Roboterprojekt: SoloBot

End­lich ein­mal den Kopf frei für den Start des Pro­jekts, das hatte ich mir lange gewünscht. Die zuvor bestell­ten Mate­ria­lien und sons­tige Hard­ware lie­gen schon seit gefühl­ten Ewig­kei­ten im Weg. Also, frisch an’s Werk: Zunächst soll ein­mal die fahr­bare Platt­form ent­ste­hen. Es gibt eine Menge Ent­würfe für Robo­ter­platt­for­men. Ich habe mich ent­schie­den, das gesamte Design


Eine Theorie entsteht

Ich lese im Web oft Blog-Artikel, die sich gegen Eso­te­rik und Para­wis­sen­schaf­ten rich­ten. Ein Grund, warum es Pseu­do­wis­sen­schaft gibt, ist mei­ner Mei­nung nach die Tat­sa­che, dass viele Men­schen mit den Metho­den der Natur­wis­sen­schaft nicht ver­traut sind und diese genauso wie die Eso­te­rik als her­me­tisch emp­fin­den. Die ana­ly­ti­sche Betrach­tung der Esoterik-Kritiker ist not­wen­dig, den­noch möchte ich


Minimaler «Multifunktionstisch» für die Hobelbank

Ein schö­nes Hilfs­mit­tel für die Bear­bei­tung von Plat­ten­werk­stof­fen ist der Mul­ti­funk­ti­ons­tisch von Fes­tool. Lei­der habe ich in der Werk­statt nicht genü­gend Platz, noch eine Werk­bank unter­zu­brin­gen. Da mir das Kon­zept gefällt, habe ich mich ent­schlos­sen, wenigs­tens einen Teil davon als mobile Hilfe zum Ein­span­nen in die Hobel­bank umzu­set­zen. Ange­fan­gen habe ich mit einer Säge­hilfe, die


Ankunft im Bella Center Kopenhagen

Die Tagung prä­sen­tiert sich sehr an den Bedürf­nis­sen des IT-Menschen ori­en­tiert: Es gibt über­all genug Kaf­fee, Ruhe– und Arbeits­plätze, Akku­la­de­sta­tio­nen, Spiel­zeug und natür­lich über­all gra­tis Wi-Fi. Die vie­len inter­es­san­ten Ses­si­ons musste man im vor­aus buchen und kann nur diese besu­chen, was natür­lich für Spon­ta­ni­tät wenig Raum lässt. Zu essen und zu trin­ken gibt es dafür


Serverschrank

Hier die Vor­stel­lung eines klei­nen Pro­jekts, um dem Kabel­ver­hau Herr zu wer­den. Ziel war, ein Massivholz-Schränkchen zu bauen, das im Ton zum Rest der Ein­rich­tung passt und Wireless-Router, einen klei­nen Ser­ver und wei­te­res Netz­wer­ke­quip­ment ver­birgt, aber trotz­dem eine Belüf­tung gewähr­leis­tet. Dazu habe ich ent­schie­den, die Rück­wand (wenigs­tens größ­ten­teils) weg zu las­sen. Der Rah­men wird mit


Mehr Verbrechen bei Vollmond?

Kürz­lich ver­nahm ich aus dem Bekann­ten­kreis, dass der Voll­mond zu einer tem­po­rä­ren Zunahme der nächt­li­chen Kri­mi­na­li­tät bei­trägt. Als Beleg wurde ange­führt, dass ein Poli­zei­be­am­ter aus dem wei­te­ren Freun­des­kreis behaupte, dass dann «beson­ders viel los» sei. Diese anek­do­ti­sche Evi­denz kann natür­lich einen ech­ten Skep­ti­ker nicht beein­dru­cken, des­halb habe ich mich an die Arbeit gemacht, diese Hypo­these


Lieber Himmel oder Hölle?

In der Hölle sei es heiß, haben wir als Kind schon gelernt. Möchte man wis­sen, wie heiß es genau ist, ist das mit Hilfe der Bibel leicht in Erfah­rung zu brin­gen. In der Offen­ba­rung (21,13) fin­det man den Hin­weis, dass die Ungläu­bi­gen und Sün­der in «in dem Pfuhl, der von Feuer und Schwe­fel brennt» ihren


Plan B für den Klimawandel?

Es ist ein­fach nicht zum Aus­hal­ten: Wenn man sich über den Kli­ma­wan­del dif­fe­ren­ziert infor­mie­ren will, gerät man ledig­lich zwi­schen die Fron­ten zweier Lager, deren eine die The­roie der anthro­po­ge­nen Ver­stär­kung des Treib­haus­ef­fekts zur unum­stöß­li­chen Tat­sa­che erhe­ben und die ande­ren, die eben diese Theo­rie um jeden Preis wider­le­gen wol­len – was ja aus wis­sen­schaft­li­cher Sicht ein